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Der Landesbetrieb Daten und Information hat in Zusammenarbeit mit Dataport Hamburg und der Governikus KG Bremen eine umfassende eGoverment-Lösung für das Land Rheinland-Pfalz geschaffen. Die rlp-Middleware ist die zentrale Technologieplattform, die Bürger und Unternehmen mit den Landes- und Kommunalverwaltungen in Kontakt bringt.

Viele Verwaltungen betreiben Fachanwendungen auf technisch unterschiedlichen Betriebssystemen wie Microsoft Windows, Linux oder Großrechner-Systemen. Die rlp-Middleware hält als zentrale Lösung plattformunabhängig eine Reihe von Funktionen und Prozessen bereit, die dabei unterstützen, die bestehenden Fachanwendungen als eGovernment-Lösungen für Bürger und Unternehmen anzubieten. Es existieren z.B. eine einheitliche Benutzerverwaltung, Postfach- und Zustelldienste oder aber auch Zertifikatsprüfungs-, Authentifizierungs- und Zeitstempeldienste, die in den unterschiedlichsten Szenarien wiederverwendet werden können, wodurch zusätzliche Entwicklungskosten eingespart werden können.

Ausgeklügelte Sicherheitsmerkmale sorgen dabei für maximalen Datenschutz. Eine flexible Nutzer- und Rechteverwaltung sorgt dafür, dass jeder Anwender nur innerhalb der ihm zugewiesenen Zuständigkeits- und Tätigkeitsbereiche tätig werden kann.
Die rlp-Middleware ist durch die Unterstützung wesentlicher offener Standards aus Industrie und Verwaltung eine wichtige Integrationsplattform des Landes und fungiert als zentrale Datendrehscheibe zwischen Fachanwendungen, Verwaltungen, Firmen, Bürgerinnen und Bürgern und ist ein wesentlicher Teil der Sicherheitsinfrastruktur des Landes.

Die rlp-Middleware besteht zurzeit aus den folgenden Komponenten:

RLP-Service

Unter www.rlp-service.de ist es möglich auf rheinland-pfälzische Fachverfahren zuzugreifen. Hier können sich Bürger und Unternehmen registrieren, um z.B. anmeldepflichtige Fachverfahren zu nutzen bzw. ein elektronisches Postfach für die Nachrichtenkommunikation mit den Verwaltungen zu erhalten.

Der RLP-Service ist als Servicekonto für das Land Rheinland-Pfalz konzipiert und wird nach und nach um neue Funktionen erweitert.

Virtuelle Poststelle (VPS)

Die virtuelle Poststelle ist das zentrale Fachverfahren für den Nachrichtenaustausch zwischen Bürger und Verwaltung. Als Multikanalsystem erlaubt es die virtuelle Poststelle, mehrere Nachrichtenkanäle von außen auf einen Nachrichtenkanal bei einer Behörde weiterzuleiten. Z.B. können aus dem Internet E-Mails (verschlüsselt (S/MIME) und unverschlüsselt) entgegengenommen werden, ebenso wie Webmailnachrichten aus www.rlp-service.de oder www.eap.rlp.de, sowie Nachrichten, die über EGVP (Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach) bzw. beA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach) an eine Behörde gesendet werden. Die Unterstützung weiterer Nachrichtenkanäle durch die virtuelle Poststelle ist in Vorbereitung.

Eingehende Nachrichten werden von der virtuellen Poststelle auf Schadroutinen (Viren, etc.) überprüft und mit einem übersichtlichen Laufzettel mit Signaturprüfungsdetails versehen. D.h. die empfangende Behörde sieht sofort, ob eine Datei vom Absender digital unterschrieben wurde und ob diese Unterschrift gültig ist.
Die Weiterleitung an Behörden kann über E-Mail im gesicherten Behördennetz oder über eine Intranet-Version des rlp-Service erfolgen. Es ist auch möglich, Nachrichten über eine Dateifreigabe oder einen Webservice direkt an ein Fachverfahren zu übergeben, so dass z.B. ein Antrag sofort und automatisiert bearbeitet werden kann.
Die virtuelle Poststelle verwaltet darüber hinaus Informationen zu Zugangseröffnungen von Bürgern und Unternehmen und setzt diese auf technischem Wege um. D.h. ein Bürger oder Firmenmitarbeiter kann gegenüber einzelnen Behörden eine Zugangseröffnung erteilen. Nur solche Behörden, für die ein Bürger bzw. ein Firmenmitarbeiter den Zugang eröffnet hat, können den Bürger oder Firmenmitarbeiter über die virtuelle Poststelle anschreiben. Zusätzlich wird sichergestellt, dass auf gesichertem Weg kommuniziert wird. Bürger erhalten Nachrichten von Behörden über die TLS-verschlüsselte Website www.rlp-service.de bzw. www.eap.rlp.de (Portal des einheitlichen Ansprechpartners). Über neue Nachrichten im elektronischen Postfach wird per E-Mail informiert. Unternehmen haben die Möglichkeit Nachrichten per S/MIME-verschlüsselter E-Mail entge-genzunehmen. Details zur Registrierung und Zugangseröffnung für Bürger und Firmen sind hier zu finden.
Der Bürger bzw. Firmenmitarbeiter profitiert von einer Zugangseröffnung nicht nur durch die schnellere Rückantwort der Verwaltung über das elektronische Postfach, sondern er erhält auch eine Weiterleitungsbestätigung inkl. Laufzettel, mit der er den Versand einer Nachricht lückenlos nachweisen kann.
Die Nutzung der virtuellen Poststelle ist an einige technische Vorgaben geknüpft, die hier eingesehen werden können.

Governikus Intermediär

Der Governikus Intermediär ist eine Anwendung des IT-Planungsrats und ermöglicht es Unternehmen und Einzelpersonen sicher und nachvollziehbar Daten über das Internet auszutauschen.
Als Übermittlungsprotokoll setzt der Governikus Intermediär auf OSCI (Online Services Computer Interface). Unter anderen werden über Governikus EGVP- und beA-Nachrichten entgegengenommen und versendet. Besondere Bedeutung kommt dem Governikus Intermediär auch in der Kommunikation zwischen Behörden zu (z.B. Datenaustausch zwischen Bundesländern bzw. mit Bundesbehörden).

Service24

Der Service24 ermöglicht den sicheren Zugriff aus dem Internet auf Backendsysteme in den Behörden im Rheinland-Pfalz-Netz bzw. im Kommunalnetz Rheinland-Pfalz.

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